Was ist Poker?

Poker ist ein Kartenspiel das in der Regel mit 52 Karten des anglo-amerikanischen Blatts gespielt wird, um eine Hand zu bilden. Dabei werden Einsätze (Chips) auf die eigene Hand gesetzt, ohne zu wissen, welches Blatt der Gegner hat.

Die Chips fallen schließlich demjenigen Spieler mit der stärksten Hand zu, oder dem einzig Übriggebliebenen, wenn alle anderen Spieler nicht bereit sind, den von ihm vorgelegten Einsatz ebenfalls zu bringen. Natürlich gibt es beim Pokerspiel auch die Möglichkeit des „bluffen", um auch mit schlechten Karten einen Pot zu gewinnen.

Zuletzt gewinnt der Spieler mit den meisten Chips. Je nach Variante bildet man eine Hand aus Karten, die den Spielern entweder verdeckt oder teils verdeckt und teils offen, durch so genannte Community-Cards (Gemeinschaftskarten) ausgeteilt werden.

Ebenfalls abhängig von der Spielvariante ist, ob entweder die beste (high) oder die schlechteste Hand (low) gewinnt und wie groß die Spieleranzahl ist.

 



Entwicklung / Gefahren

Entwicklung

Poker hatte sehr lange Zeit, und teilweise noch heute, einen sehr schlechten Ruf als reines Glücksspiel, und wurde vor allem mit Falschspielern, Geldeintreibern und düsteren Personen in Verbindung gebracht. Dieser Ruf kommt sehr stark aus der Entstehungszeit des Pokerspiels (19. Jahrhundert) wo das Spiel von Berufsspielern verbreitet wurde. Diese Berufsspieler gewannen nicht nur aufgrund der überlegenen Beherrschung des Spiels, sondern auch durch Betrug sehr viel Geld.

Tatsächlich ist zwar die Verteilung der Karten zufällig, doch durch die freie Entscheidung der Spieler darüber, wann und wie viel sie setzen, ergibt sich eine starke strategische und auch psychologische Komponente. Gute Spieler verstehen es, durch Kenntnis der Wahrscheinlichkeiten und Beobachten der anderen Spieler schlechte Hände frühzeitig aufzugeben, Verluste gering zu halten und Gewinne zu maximieren. Natürlich spielt jedoch auch beim Pokern der Faktor Glück eine nicht unwesentliche Rolle.

In letzter Zeit werden immer öfter Pokerturniere im Fernsehen übertragen - dadurch wird die Bekanntheit und Akzeptanz in der Bevölkerung erhöht.

Auch die Möglichkeit bei diversen Pokeranbietern Online, von zuhause aus zu spielen, hat wesentlich zur Verbreitung des Spiels beigetragen.

Gefahren

Wie fast bei jedem Spiel, wo der Faktor Glück eine Rolle spielt, und man Geld gewinnen oder verlieren kann, birgt auch Poker Abhängigkeitsrisiken. Die bereits weite Verbreitung und die einfach zu erlernenden Regeln, hinterlassen bei Anfängern oft den Eindruck, dass man sehr schnell, viel Geld verdienen kann.

Dieser Eindruck wird durch die scheinbar geringen Einsätze vor allem bei den Onlineanbietern unterstützt. Die Gefahr bei Onlineanbietern besteht vor allem darin, dass Sie den Spieler mit geringen Einsätzen ködern. Ist man einmal im Spiel, besteht die Gefahr, schnell den Überblick zu verlieren, und die scheinbar kleinen Einsätze addieren sich zu beachtlichen Summen.

Beim Onlinespielen besteht zusätzlich die Gefahr, dass die „Kontrolle" z.b. durch menschliche Mitspieler oder Casinoangestellte fehlt.


Allgemeines

Online-Poker:

Viele „professionelle Spieler" machen einen Großteil Ihrer Einnahmen beim Online-Poker. Das hat folgenden Grund: Es sind jederzeit genügend Spieler vorhanden und man kann sich die Spielzeiten flexibel einteilen. Ein wesentlicher Nachteil ist jedoch, dass man das Verhalten der Gegenspieler (Gestik, Mimik) nicht analysieren kann, und somit der Leistungsunterschied zwischen den Spielern geringer wird.

Cash Games:

Sehr viele „professionelle" Pokerspieler haben sich auf Cash Games spezialisiert. Der wesentliche Unterschied zu Turnierspielen ist jener, dass man nicht ums „überleben" kämpft, sondern die Zielsetzung darin besteht, sein Kapital zu vermehren. Aufgrund dieser Situation ist der Ablauf von Cash Games grundsätzlich langsamer als der von Turnieren. Ein weiterer Grund, warum Cash Games oft bevorzugt werden liegt darin, dass der Spieler zu jeder Zeit aussteigen kann und sich das Risiko somit verkleinert. Bei Cash Games ist es besonders wichtig die „Potgröße" nicht aus den Augen zu verlieren. Wieviel Geld setze ich im Verhältnis zu dem was ich gewinnen kann?

Turniere:

Bei großen Turnieren spielt der Faktor Glück eine nicht unwesentliche Rolle. Dies liegt daran, dass wesentlich aggressiver und schneller als z.b. bei Cash Games gespielt wird, und die Einsätze dadurch deutlich höher sind. Viele Turnierspieler verdienen Ihr Geld nicht nur mit Turniererfolgen, sondern auch durch Sponsorverträge. In den Jahren 2003, 2004, 2005 und 2006 wurde das Main Event, das Hauptturnier der World Series of Poker, von Semi-Pros oder Onlinequalifikanten gewonnen. Dies zeigt, dass gerade im Turnierspiel die unbekannten Spieler den großen Pokerstars während einer einzelnen Meisterschaft nicht zwingend unterlegen sind.